Oktober 2014

Das Wüsthof Dreizackwerk optimiert Materialfluss in Produktion und Kontrolle

Bei der Produktion von hochwertigen Messern müssen die Förderanlagen ruckfrei laufen, damit die Klingen beim Transport in Reinigungsgestellen nicht aneinander stoßen. Auch sonst gibt es einige Besonderheiten bei der Fördertechnik, die Förster & Krause im Solinger Werk des Wüsthof Dreizackwerks installierte.

 „Messer mit Charakter – für echte Messerkenner": Nach diesem Motto produziert die Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG in Solingen hochwertige geschmiedete Messer. Das Dreizack-Logo steht weltweit für höchste Qualität – und für Tradition, denn das Unternehmen stellt seit exakt 200 Jahren Schneidwaren her und wird in siebter Generation von der Gründerfamilie geführt.

Körperdrehung beim Heben vermeiden

In über 40 Arbeitsgängen entstehen in Solingen die Dreizack-Messer. Und so traditionell die einzelnen Arbeitsschritte wie Härten und Schleifen auch sind, so modern ist die Anlagen und die Fertigungsorganisation. Dazu gehört auch, dass die Werker an ergonomischen Arbeitsplätzen ihre Aufgaben verrichten. Zum Beispiel sollen sie keine Körperdrehung ausführen, wenn sie Behälter anheben, die mit Messern bzw. Messerklingen gefüllt sind.

Diese Vorgabe machte Wüsthof, als Förster & Krause mit der Planung einer neuen teilautomatisierten Fördertechnik an den Reinigungs- und Prüfstationen beauftragt wurde. Eine weitere Vorgabe war der sehr ruhige Lauf der Fördertechnik. Denn gefördert werden nicht nur Transportbehälter, sondern auch spezielle Reinigungsgestelle, in denen die Messerklingen eingehängt sind. Beim Transport dürfen die Klingen nicht aneinanderstoßen.

Ergonomisch optimierter Prüfplatz

Eine Rollenförderanlage nimmt die Gestelle auf, die aus der Reinigung kommen, und führt sie staudrucklos dem Prüfbereich zu. Dort befinden sich mehrere Prüfplätze, und der Werker entscheidet jeweils per Drucktaster, ob er das Gestell zur Prüfung anfordert. In diesem Fall werden die bis zu 40 kg schweren Trägergestelle mit Rohklingen vor dem Prüfplatz positioniert.

Das Personal entnimmt die Klingen einzeln, prüft sie bei guter Beleuchtung vor schwarzem Hintergrund und legt sie in einen bereitstehenden Behälter auf Rollenleisten. Ist der Behälter voll, schiebt der Werker ihn wiederum ohne körperliche Belastung nach hinten auf eine Förderbahn ab. Am Ende der Förderbahn befindet sich ein Arbeitsplatz mit einer Waage, die das Gewicht und daraus abgeleitet die Stückzahl der Messer erfasst. Ein Säulenschwenkkran, der mit einer Greif-Hebeeinrichtung ausgerüstet ist, erlaubt die Palettierung der Behälter ohne großen Kraftaufwand.

Flexible Automation

Die leeren Reinigungsgestelle werden per Lichtschranke auf ihren Beladungszustand überprüft und von der erneuerten Fördertechnik an das FTS übergeben. Damit schließt sich auch der Kreislauf des Gestell-Transportes. Artur Cappel, Leiter Engineering beim Wüsthof Dreizackwerk: „Wir haben mit der neuen Fördertechnik ein ebenso effizientes wie ergonomisches System verwirklicht, das sich in der Praxis bewährt." Zugleich gelang die Balance zwischen Automatisierung und Flexibilität: Immerhin umfasst das Produktionsprogramm rund 350 verschiedene Messertypen.

 

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