Januar 2012

„Gestern bestellt, heute geliefert“ – Remmers Gruppe optimiert Auslieferung an die Kunden

Die Remmers Gruppe hat gemeinsam mit der Logistik-Dienstleistungsgesellschaft LLG ein neues Logistikkonzept realisiert, bei dem 180 lokale Vertriebsläger in einem Zentrallager konsolidiert wurden. Förster & Krause hat die gesamte Fördertechnik in dem neuen Logistikzentrum,  das über eine Grundfläche von ca. 14.000 Quadratmetern und eine Nutzfläche von insgesamt ca. 17.200 Quadratmetern verfügt, geplant und gebaut.

Die Remmers Gruppe ist ein erfolgreiches, mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Löningen, Niedersachsen. Neben dem deutschen Heimatmarkt ist Remmers im europäischen Markt mit 16 Tochtergesellschaften vertreten und exportiert weltweit.  Die Produktpalette umfasst die Bereiche  Bauwerksabdichtung und Mauerwerkssanierung, Fassadenschutz, Baudenkmalpflege, Betoninstandsetzung, Holzfarben und -lasuren, Holzlacke und Beizen, Lacke für die industrielle Holzfensterbeschichtung, Holzlacke für die Möbelindustrie, klassischer Holzschutz sowie Bodenschutz und Bodenbeschichtungssysteme aus Flüssigkunststoff – alles in Premium-Qualität.

Logistik in Premium-Qualität

Auch die Logistik, der man sich verpflichtet fühlt, hat Premium-Ansprüche. Das heißt: Die Remmers Gruppe liefert über Ihre Logistik-Dienstleistungsgesellschaft LLG Standardware, die bis 17 Uhr bestellt wurde, am nächsten Tag aus. Diese Zusage, die in der Branche einmalig ist, gilt unabhängig vom Standort, von der Produktspezifikation und von den Losgrößen. Eine Ausnahme wird nur bei Produkten gemacht, die kundenspezifisch konfektioniert werden wie z.B. Sonderfarbtöne im Bereich Fassadenschutz. Sie müssen bis 15 Uhr bestellt werden, wenn der Kunde sie schon am darauffolgenden Tag verarbeiten möchte.

Ein anspruchsvolles Konzept

Dieses Ziel ist durchaus anspruchsvoll. Denn erstens bietet die Remmers  dem Bau-, Holz- und Verlegehandwerk ein extrem breites Produkt-Portfolio. Zweitens ordern die Kunden sowohl Kleingebinde, die per Kurierdienst versandt werden können, als auch größere Sendungen von 2 bis 3 Tonnen Gesamtgewicht und drittens sind auch die Verpackungsarten sehr heterogen. Ob Tuben, Flaschen, Kanister, Säcke, Kartons oder ganze Paletten bestellt werden, es gilt immer die Zusage „Gestern bestellt, heute geliefert“. Für den Kunden hat das klare Vorteile. Er benötigt keine aufwändige Lagerhaltung, sondern bestellt täglich „auf Sicht“, was er auf der Baustelle benötigt.

Für die Erreichung dieses Ziels war allerdings eine grundsätzliche Neuordnung der Logistik erforderlich. Klaus Boog, Vorstand Finanzen, Prozesse und IT der Remmers Gruppe: „Die Auslieferung wurde über rund 180 Vertriebsläger organisiert. Das führte hin und wieder zu Lieferproblemen. Deshalb haben wir entschieden, die Logistik zu zentralisieren und das Lager in Löningen zum deutschlandweiten Zentrallager auszubauen.“

Mehrere Partner waren beteiligt, um das ehrgeizige Konzept zu realisieren – unter anderem das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (FhG IML) für die Beratung und Planung, Schenker als Spedition, DPD als Paketdienst und Förster & Krause für die Fördertechnik.

Kommissionieren und Verpacken

Für Schnelldreher und Ganzpaletten-Aufträge steht in Löningen ein Schmalganglager zur Verfügung. Der Großteil der Kommissionier-Aufträge wird aber in einem Breitgangregallager abgearbeitet. Die Kundenaufträge werden in Kunststoffbehältern mit einem Kommissionierstapler aus den Regalen kommissioniert. Die Staplerfahrer führen jeweils vier Behälter mit, die man noch unterteilen kann, so dass sie bis zu acht Aufträge gleichzeitig kommissionieren können.

Außerdem wurde in dem neuen Logistikzentrum ein durch die Lager- und Fördertechnik automatisch versorgter Pack- und Verladebereich für DPD-Sendungen sowie ein großer Blocklagerplatz eingerichet. Die direkte Anbindung an den DPD-Paketversand ist für Remmers sehr wichtig, weil sich die Losgrößen der einzelnen Aufträge ständig verkleinern. Zugleich steigt die Anzahl der Aufträge, die abzuarbeiten sind. Dieser zunehmenden Komplexität muss die Fördertechnik Rechnung tragen.

Bis zu 500 Behälter pro Stunde

Um auf der flurgebundenen Ebene die Wege frei zu halten, werden die kommissionierten Waren auf ein drei Aufgabebänder gegeben und mit Senkrechtförderern in 7,5 Metern Höhe einer Zwischenbühne im Packbereich zugeführt. Hier hat Förster & Krause ein fördertechnisches Kreislaufsystem entwickelt, in dem die einzelnen Behälter einer Kommission gesammelt werden. Wenn alle Behälter eingetroffen sind, werden sie den 12 Packplätzen zugeführt und in Versandkartons verpackt. Die Kartons werden über eine weitere Förderstrecke zu zwei manuellen Umreifungsplätzen gefördert und anschließend palettiert. Nach dem die Paletten umwickelt sind, werden sie über die Palettenfördertechnik automatisch zurück ins Erdgeschoss transportiert.

Transparenz ist wichtig

Diese Kommissionierung im Erdgeschoss und die Verpackung im 1. Obergeschoss bietet den Vorteil, dass sie Platz spart und ein übersichtliches Layout des Logistikzentrums ermöglicht. Und Übersicht ist angesichts der umzuschlagenden Menge ein notwendiges Merkmal: Immer ist die Förder- und Kommissioniertechnik darauf ausgelegt, die Inhalte von bis zu 500 Behältern pro Stunde zu kommissionieren. Die Visualisierung der Abläufe auf einem Leitrechner, die Förster & Krause realisiert hat, trägt ebenfalls zur Verbesserung der Transparenz bei.

Insgesamt hat Förster & Krause im Logistikzentrum der Remmers Gruppe rund 500 Meter Förderstrecke und 400 Lichtschranken verbaut. Zwei Siemens S7-SPS übernehmen die Steuerung der Fördertechnik. Diese Zahlen verdeutlichen die Dimension des neuen Zentrallagers, das im Januar 2012 in Betrieb genommen wurde und sich inzwischen im Alltagsbetrieb bewährt hat.

 

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